Tierarzt München - Tierarztpraxis Dr. Claudia Möller

Kleintierpraxis
Dr. med. vet. Claudia Möller

Homöopathie - Tierärztin Dr. Möller aus München informiert

Was können wir von der Naturheilkunde erwarten?

Der Wunsch nach naturheilkundlicher Therapie wächst bei den Tierhaltern.

 

In einigen Fällen stellt die Homöopathie eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung zur Schulmedizin dar.

Sie ist jedoch keine Philosophie und sollte nicht dazu führen, wichtige schulmedizinische Untersuchungen oder Therapien zu unterlassen. Beispiele hierfür wären meines Erachtens eine unterlassene Schmerztherapie oder zu späte Hilfe bei Bißverletzungen oder ähnlichem.

Im Folgenden können Sie einen kleinen Excurs in die Wirkungsweise und Geschichte der Homöopathie in der Tiermedizin machen:

 

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile
Diese Frage ist so alt, wie die Homöopathie selber, heute wird jedoch besonders intensiv nach einer Antwort gesucht. Immer häufiger fallen Begriffe wie „sanfte Medizin", „natürliche Heimethode", oder „Regulationsmedizin". Sie bezeichnen Naturheilverfahren, die den Körper bei seinen Selbstheilungsbemühungen fördern und daher keine Nebenwirkungen haben sollen. Warum das Interesse an diesem Thema wächst?Naturheilverfahren und Homöopathie für mein Haustier - Beratung in der Kleintierpraxis von Dr. Claudia Möller in München Ramersdorf Es mag daran liegen, dass die konventionelle Medizin bei den stetig zunehmenden chronischen Erkrankungen manchmal versagt, auch wenn sie in der Notfallmedizin oder bei Intensivpatienten Großes leistet.

 

Die immer beliebter werdenden Naturheilverfahren haben vor allem zwei Dinge gemeinsam. Sie zählen nicht zur konventionellen Medizin und sie erheben den Anspruch, in die Eigenregulation des Körpers eingreifen zu können, ohne ihm zu schaden. Die Homöopathie als erfolgreichste Methode unter den Naturheilverfahren. findet mittlerweile eine sehr breite Anwendung bei Mensch und Tier. Es existiert bereits eine EU-Verordnung, derzufolge Homöopathika und Phytotherapeutika bevorzugt bei landwirtschaftlichen Nutztieren in Öko-Betrieben angewendet werden sollen. Eine Antwort auf die Frage, wie wir mit Homöopathie umgehen sollen, wird demzufolge immer dringender.

 

Homöopatische Therapie für Tiere - Weitere Infos

Ein Naturheilverfahren stiftet Verwirrung
Die Tatsache, dass Schulmedizin im Gegensatz zu alternativen Heilmethoden, öffentlich mehr Anerkennung findet, spiegelt sich auch in der Gesetzgebung wieder. Das ändert sich jedoch langsam, weil der Druck in der Öffentlichkeit steigt. Immer mehr verlangen nach homöopathischer Therapie. Im Zuge der Novellierung des Arzneimittelgesetzes auf EU-Ebene sorgte das Thema für einige Aufregung. Wenn man die Wirksamkeit einer Heilmethode nicht mit den herkömmlichen technischen und analytischen Möglichkeiten beweisen kann, wie kann man dann ihre Unschädlichkeit beweisen? Verbraucherschutz wird bei uns groß geschrieben. Wenige Entscheidungsträger sind mit der Materie vollauf vertraut. Man weiß nicht, wie man homöopathische Arzneimittel einstufen soll. Sind sie wirklich völlig unbedenklich? Bei Tierarzneimitteln wird dabei ein klarer Unterschied gemacht, zwischen der Katze als Heimtier und landwirtschaftlichen Nutztieren. Die Rückstandshöchstmengenverordnungen und andere herkömmliche Regelungen sind in der Homöopathie nicht anwendbar. Doch immerhin wird die diese Behandlungsmethode jetzt ernst genommen, man setzt sich mit ihr auseinander; in Anhörungen und Debatten, mit Anträgen, Zwischenberichten und Forschungsaufträgen. Und weil mit den derzeitigen wissenschaftlichen Ansätzen die Homöopathie nicht erklärbar ist, müssen neue Wege im Denken beschritten werden.


Neue Denkanstöße
Sie kommen beispielsweise aus der Quantenphysik, der Chaosforschung oder aus der Kybernetik. Die Kybernetik ist eine wissenschaftliche Forschungsrichtung, die sich mit den Wechselwirkungen der Dinge dieser Welt beschäftigt. Sie entstand in der Mitte diesen Jahrhunderts aus mehreren Wissenschaftsgebieten und ist damit noch recht jung. Die Kybernetik denkt in Regelkreisen. Sie befasst sich mit den Gesetzmäßigkeiten der Regulation und Informationsübertragung in der belebten und unbelebten Natur. Die Kybernetik geht davon aus, dass ein dauerhaftes Gleichgewicht nur durch Regelkreise aufrecht erhalten werden kann. Eine gesunde Katze ist demnach - kybernetisch betrachtet - im Gleichgewicht. Ihre Regelkreise funktionieren einwandfrei. Störungen von außen, zum Beispiel durch Bakterien- oder Umweltgifte blockieren den Regelkreis. Die Bemühungen des Körpers, einer Entgleisung entgegenzusteuern, äußern sich dann in Symptomen. Eine akute Krankheit ist daher, ganzheitlich gesehen, lediglich der Ausdruck wünschenswerter Selbstheilungsbestrebungen. Chronische wird eine Krankheit dann, wenn der Körper mit seiner Eigenregulation überfordert ist und aus dem Lot gerät. Homöopathie soll hier helfen, indem sie in die feinen Regulationsabläufe unterstützend eingreift. Die weitere „Arbeit" übernimmt der Körper anschließend wieder selbst Das versteht die Ganzheitsmedizin unter „echter Heilung".


Die Lösung des Rätsels?
Mit den neuen Wissenschaften entstehen neue Aspekte. Sie ermöglichen Antworten auf Fragen, die von der bisherigen materialistischen Wissenschaft nicht beantwortet werden konnten. Warum, beispielsweise, kann Nux vomica, die Brechnuß, sowohl bei Durchfall als auch bei Verstopfung helfen? Zwei Wurfgeschwister haben Schnupfen. Warum bekommen sie zwei unterschiedliche homöopathische Mittel. Und warum bekommen sie beim nächsten Schnupfen ein anderes Mittel, obwohl das erste doch so gut geholfen hat?
Wirkt. ein und dieselbe schädliche Einwirkung auf die Katze, dann können verschiedene Regelkreise gehemmt werden. Umgekehrt können verschiedene Schadstoffe ein und denselben Regelkreis schwächen. Der jeweils betroffene Regelkreis ist für die Symptome verantwortlich, nicht der ursprünglich schädigende Auslöser. Während die konventionelle Wissenschaft danach strebt, alles bis ins letzte Detail zu erforschen, bleibt die Kybernetik bescheiden. Sie geht davon aus, dass jede Frage zehn neue Fragen aufwirft, die zu klären wir nicht imstande sind. Und sie geht davon aus, dass wir, als Teil des Ganzen, auch gar nicht in der Lage sind, das Ganze an sich lückenlos zu erforschen.


Die Logik des Misslingens

Körper und Geist werden in unserer Kultur seit der Entstehung des Dualismus, der im 17. Jahrhundert von Descartes eingeführt wurde und heute immer noch Gültigkeit besitzt, völlig getrennt betrachtet. Alles wird zerteilt, aufgegliedert, einzeln untersucht. Für den Kybernetiker reduziert diese Form von Wissenschaft die Dinge auf das, was messbar und wägbar ist. Die unzähligen Wechselwirkungen, die Vernetzung aller Duinge miteinander werden vernachlässigt. Seiner Meinung nach wird immer ein letztes Rätsel übrig bleiben. Die Kybernetik will die Dinge betrachten, wie sie sind. Beobachten, Ergründen, Erfahrungen sammeln und diese richtig einsetzen, das ist das Ziel der Kybernetik. Für die Homöopathie als Erfahrungsmedizin par excellence bietet sich die Kybernetik als wissenschaftliches Fundament geradezu an. Zentrale Aufgabe der Homöopathie ist die Beseitigung der Ursachen krankmachender Regelstörungen. Hierfür nützt sie noch intakte Regelkreise des Organismus. Wie das funktionieren soll? Eine mögliche Erklärung hat man schon gefunden. Diese geht davon aus, dass Regulationsstörungen die Folge von Informationsstörungen im Körper sind, wobei die Informationen als Nervenimpulse, Hormonsignale, Botenstoffe und in Form elektromagnetischer Wellen weitergegeben werden. Diese Wellen besitzen eine sehr niedriger Feldstärke. Dennoch können ihre Signale Körperstrukturen in feine Schwingungen versetzen.


So könnte es funktionieren!
Jede Zelle, jeder Mensch, jedes Tier sendet elektromagnetische Wellen aus und hat ein eigenes Schwingungsmuster. Bei Störungen in einem Regelkreis verändert sich die normale Schwingung. Ein homöopathisches Mittel, welches ein ähnliches Schwingungsmuster besitzt, kann mit dem erkrankten Regelkreis in Resonanz treten und die Störung aufheben.
Woher aber erhält ein homöopathisches Arzneimittel sein „Schwingungsmuster"? Neue Theorien vermuten, dass die Information, die in einem Arzneimittel enthalten ist, beim Verdünnen an das Lösungsmittel weitergegeben wird. Aufgrund seiner sogenannten „Clusterstruktur" ist Wasser in der Lage, diese Information zu speichern. Gründliches Verschütteln beim Verdünnen soll das Energieniveau erhöhen, die Information verstärken. Homöopathie ist folglich eine Informationsmedizin. Konventionelle Medizin dagegen ist stets materiell.


Tierhomöopathie damals und heute
Als Samuel Hahnemann (1755 bis 1843), Arzt und Apotheker aus Leipzig seine homöopathischen Lehren veröffentlichte, wurden diese unter den Ärzten rege diskutiert. Hahnemann entwickelte ein Therapiekonzept zu einer Zeit, in der es in der Medizin kaum Regeln gab. Seine Werke wurden gelesen, gelobt und verspottet. Kritiker und Nacheiferer führten eine heiße Debatte.
Um die Tierärzte allerdings war es still. Die Tiermedizin als solche hatte genug Probleme, sie steckte ja noch in den Kinderschuhen. Es war nicht lange her, dass sich Hufschmiede und Scharfrichter um die Tiergesundheit kümmerten. Die Ausbildung ließ derzeit viel zu wünschen übrig.
So stammte auch die erste Abhandlung über Homöopathie bei Tieren aus der Feder eines Humanmediziners. Sie wurde im Jahre 1830 in der „Allgemeinen homöopathischen Zeitschrift" veröffentlicht. Es waren genau 34 Jahre verstrichen seit der öffentlichen Geburtsstunde der Homöopathie im Jahre 1796.
Im folgenden Jahrzehnt waren es die beiden Tierärzte Gentzke und J.J.W. Lux, die den Grundstein für die Veterinärhomöopathie legten. Lux stammte, wie Hahnemann, aus Leipzig. Er gilt auch als Begründer der Isopathie, einer Methode, bei der Krankheitsstoffe homöopathisch aufbereitet und bei den gleichen Krankheiten verabreicht werden, durch die sie hervorgegangen sind. Gentzke veröffentlichte als erster eine systematische Einführung in die tierärztliche Homöopathie. Sie umfasste 450 Seiten und enthielt die Ergebnisse von 65 Arzneimittelprüfungen an verschiedenen Tierarten.
Obwohl der Tiermedizin derzeit allgemein nicht viel Beachtung geschenkt wurde, hatte sich Hahnemann bereits mit der homöopathischen Tierbehandlung auseinandergesetzt.


Tierische Gefühlswelt

In einer Rede vor der ökonomischen Gesellschaft in Leipzig stellte Hahnemann fest, „das Tiere durch die homöopathische Heilart wenigstens ebenso sicher und gewiss wie der Mensch zu heilen sind". Auch meinte er, dass es sehr aufschlussreich sein könnte, die in der Homöopathie so wichtigen Arzneimittelprüfungen an Tieren durchzuführen.
Bevor Hahnemann nun von Tierversuchsgegnern angegriffen wird, ist zu seinem Schutz zu sagen, dass er einer der ersten war, die sich mit dem Tierschutzgedanken auseinandersetzten und dass er die meisten Versuche zuerst an sich und seinen Angehörigen durchführte.
Die Arzneimittelprüfung ist ein wichtiges Thema in der Tierhomöopathie. Die Frage „kann ich ein an Menschen gewonnenes Arzneimittelbild auf Tiere übertragen?" wurde immer wieder gestellt. Arzneimittelprüfungen an gesunden Menschen stellen neben Erkenntnissen aus der Gift- und Pflanzenlehre die wichtigste Grundlage für das Wissen um die Wirkung einer homöopathischen Arznei dar.
Kleinste, unschädliche Mengen einer zu prüfenden Substanz werden von möglichst vielen Probanden eingenommen. Über jede eintretende Veränderung, sei sie körperlicher, geistiger oder seelischer Natur, wird nun detailliert Buch geführt. Besonders häufig auftretende oder bemerkenswerte Veränderungen fließen dann in das entstehende Arzneimittelbild mit ein.
Wenn sich ein Arzneimittelbild mit dem Bild einer Krankheit deckt, dann ist es die richtige Arznei. Eine Substanz kann eine Krankheit dann heilen, wenn diese Substanz ähnliche Symptome hervorruft, wie die Krankheit selbst. Das ist das Wesentliche der Homöopathie. Die Brennnessel verursacht Bläschen. Homöopathisch aufbereitete Brennnessel kann Bläschen heilen.
So weit, so gut. Das lässt sich auch auf Tiere problemlos übertragen. Aber was ist mit dem „Gefühl, als ob die Gebärmutter nach unten zieht" wie es sich im Mittelbild von Sepia findet. Oder wie erkenne ich bei meinem Hund ein „Zerschlagenheitsgefühl", wie es bei Arnika zu finden ist? Hier wird es schon ein bisschen schwieriger, wenn nicht unmöglich, Arzneimittelbilder vom Menschen auf das Tier zu übertragen. Und leider können wir unseren Hund nicht fragen.


Sanfte Medizin für die Kavallerie

Umso höher ist der Pioniergeist der damaligen Tierärzte einzuschätzen, welche unermüdliche Studien durchführten, um Hahnemanns Lehren auch für Tiere anwendbar zu machen.
1840 war die Giessener „Zeitschrift für die gesamte Thierheilkunde und Viehzucht" vorerst die einzige tiermedizinische Zeitschrift, die auch homöopathische Fallberichte veröffentlichte. Der Tierarzt F.A. Günther verfasste ein dreibändiges „Hülfsbuch: der homöopathische Tierarzt". Das Werk wurde gerne gelesen. 1844 lag es bereits in vierter Auflage vor. Es folgten der „Homöopathische Haustierarzt", ein „Allgemeines homöopathisches Tierarzneibuch" und zahlreiche weitere Schriften.
Die Tierhomöopathie machte Fortschritte. Mittlerweile wurden sogar Armeepferde auf Anordnung und unter Aufsicht der preußischen Regierung homöopathisch behandelt. Theodor Träger, Tierarzt und Apotheker, leitete über 20 Jahre das Hauptgestüt Trakhenen und arbeitete ausschließlich mit der homöopathischen Methode.
Der Engländer Lord betreute um 1850 ebenfalls Armeepferde mittels Homöopathie. Er musste die Arzneimittel anfangs allerdings aus der eigenen Tasche bezahlen. Das Vertrauen in die Methode war noch gering. Erst als man sah, dass Lord´s Erfolge denen der damaligen konventionellen Medizin überlegen waren, bekam er die notwendigen Arzneien von der Armee zur Verfügung gestellt.
Neben den Deutschen und Engländern waren es auch die Franzosen, die sich um die Tierhomöopathie des neunzehnten Jahrhunderts verdient machten. Allen voran Farré, der sage und schreibe neunzig Arzneimittel an Pferden, Rindern, Schweinen und Hunden prüfte.


Gemüts- und Geistessymptome

Im Laufe der Jahrzehnte wurden mehr als 1000 veterinärhomöopathische Erfahrungsberichte und Falldarstellungen veröffentlicht. Allein Karl-Ludwig Böhm schrieb in der Mitte des vorigen Jahrhunderts neun Bücher über die homöopathische Therapie von Nutztieren und Hunden.
Mehr als Arbeits-, denn als Luxustier kam der Hund neben kriegswichtigen Pferden und lebensmittelliefernden Tieren als einzige tierische Art in den Genuss veterinärmedizinischer Aufmerksamkeit im Allgemeinen und der homöopathischen Therapie im Besonderen.
Die seit Urzeiten bestehende, enge Gemeinschaft zwischen Mensch und Hund vereinfachte die Übertragung der am Menschen gewonnenen homöopathischen Erfahrungen auf den Hund. An Tierpsychologie war zu der damaligen Zeit nicht zu denken. Erst viel später wurden zahlreiche Studien über das Verhalten von Wölfen und Hunden veröffentlicht.
Bei der homöopathischen Mittelfindung sind verhaltensbiologischen Erkenntnisse von großem Vorteil. Zwar sind es vorwiegend die offensichtlichen, objektiven klinischen Symptome und Begleitumstände einer Krankheit, die uns bei einem Tier zum homöopathischen Arzneimittel führen. Gemüts- oder Geistessymptome spielen in der Tiermedizin eine untergeordnete Rolle. Wir können jedoch das Benehmen eines Tieres besser deuten, wenn uns Informationen über seine natürlichen Verhaltensweisen vorliegen.


Hand in Hand

Wachsende Erkenntnissen in der Schulmedizin sowie in der Verhaltensforschung verhalfen auch der Homöopathie zu größeren Fortschritten. Denn erst, wenn wir zwischen normalem und krankhaftem Verhalten unterscheiden können, ist es uns möglich, Verhaltensänderungen als solche zu erkennen und richtig zu bewerten. Dadurch erhalten wir eindeutige Symptome und ein genaues Krankheitsbild von dem Hund. Dieses können wir dann mit den entsprechenden Arzneimittelbildern vergleichen.
Nehmen wir an, eine Hündin leidet plötzlich unter Inkontinenz. Klinische Untersuchungen ergeben keine Hinweise für eine Organerkrankung. Auch ein Zusammenhang mit einer Kastration besteht nicht. Nun soll diese Hündin homöopathisch behandelt werden, damit die Unsauberkeit verschwindet. Jeder Homöopath wird Ihnen viele Fragen stellen, so zum Beispiel, ob die Hündin eifersüchtig ist, ob sie sich eher dominant oder unterwürfig verhält oder was sie gerne mag. Diese Informationen sind unerlässlich für eine erfolgsversprechende Arzneimittelwahl.
Selbst Kritiker der Homöopathie können nicht bestreiten, dass diese Form der individuellen Arzneimitteltherapie einen großen Vorteil besitzt: Sie zwingt den Menschen, sich eingehend mit dem ihm anvertrauten Geschöpf zu befassen. Wer damit angefangen hat, merkt wie viel Spaß das „Genau schauen" machen kann. Vielleicht hat dieser Umstand ein wenig mit dazu beigetragen, dass sich immer mehr Hundebesitzer zu der Homöopahie hingezogen fühlen?


Niedergang und Aufschwung
Um die Jahrhundertwende wurde es allgemein stiller um die Homöopathie, auch in der Tiermedizin.. Zwar gab es immer wieder einzelne Veröffentlichungen, in denen sich Tierärzte, Landwirte und andere Homöopathen mit der Veterinärhomöopathie auseinandersetzten, ansonsten tat sich jedoch nicht viel in Sachen Homöoathie.
Im Jahre 1925 entbrannte der Streit neu. Anlaß war der Aufsatz eines Arztes mit dem Titel: „Wie sollen wir uns zur Homöopathie stellen?" Die Homöopathie ist wieder im Gespräch, auch bei den Veterinären. 1930 gründen sie eine Arbeitsgemeinschaft Homöopathie. Das neu erwachte Interesse findet durch den Krieg allerdings ein jähes Ende.
In der Nachkriegszeit waren es die Bemühungen des Tierarztes Hans Wolter, die homöopathische Tiermedizin wieder unter die Leute bringen, welche der Homöopathie bei Haustieren neuen Aufschwung verliehen.
Seinem Engagement und seiner Arbeit war es zu verdanken, dass die Homöopathie ihren festen Platz in der Veterinärmedizin fand. Wolter arbeitete viel mit niedrigen Potenzen und entwickelte komplexe homöopathische Arzneimittel, deren Einzelsubstanzen sich in ihrer Wirkung ergänzen. Viele dieser Komplexmittel stehen heute noch in Tierarztpraxen und werden auch bei Tieren mit Erfolg eingesetzt.

Homöopathische Behandlung bei Haustieren - Dr. Claudia Möller