Tierarzt München - Tierarztpraxis Dr. Claudia Möller

Kleintierpraxis
Dr. med. vet. Claudia Möller

Impfung und Vorsorge bei Haustieren in München & Umgebung

Vorsorge - Wie schütze ich mein Tier vor Krankheiten?

Wir nehmen die Vorsorge sehr ernst und möchten mit Ihnen daran arbeiten, dass Ihr Tier erst gar nicht krank wird.

 

Ernährung

Dazu gehört die Ernährungsberatung, denn eine gesunde Ernährung ist für Meerschweinchen, Kaninchen, Hunde im Wachstum, ältere Katzen und alle anderen genauso wichtig wie für den Menschen.

 

Parasitenbekämpfung

Sinnvolle Parasitenbekämpfungsprogramme im Kampf gegen Flöhe, Zecken, Würmer und die von Ihnen übertragbaren Krankheiten stellen eine weitere wichtige Vorsorgemaßnahme dar. Aktuelle Empfehlungen bietet Ihnen ESCCAP, eine unabhängige europäische Organisation zum Schutze von Tier und Mensch gegen Parasiten:

www.esccap.de

 

Impfungen bei Haustieren - Tierärztin Dr. Möller München

Impfung und Vorsorge in der Kleintierpraxis Dr. Möller in München Ramersdorf. Wie schütze ich mein Tier vor Krankheiten?Impfungen

Sind weniger als 50 bis 60% aller Tiere geimpft, so kann es zu Seuchen kommen und diese sind für die betroffenen Tiere furchtbar. Deswegen impfen wir.

 

Aber: großen Wert legen wir auf für jeden Patienten maßgeschneiderte Impfschemata. Schon seit längerem ist die jährliche Impfung aller Komponenten nicht mehr erforderlich, denn neue Erkenntnisse und neue Impfstoffe ermöglichen heute längere Impfintervalle.

 

In den Leitlinien zur Impfung von Kleintieren (Hund, Katze, Frettchen, Kaninchen) finden Sie die aktuellen Impfschemata: www.dgk-dvg.de (unter der Rubrik „Fachinformationen“)

 

In unserer Tierarztpraxis in München haben wir die Möglichkeit bei Hunden und Katzen den Impfantikörperspiegel zu messen und nur bei ungenügendem Impfschutz zu impfen.

Für in Deutschland verbleibende Tiere ist die Tollwutimpfung nicht zwingend erforderlich.

Die Grundimmunisierung ist wichtig, dann kann später auch deutlich seltener geimpft werden!

 

Wenn Sie mehr über Vorsorgemaßnahmen von Katzen wissen wollen, dann lesen Sie hier:

 

Vorsogemaßnahmen bei Wohnungskatzen

So viel wie nötig, so wenig wie möglich

Internet, steigendes Interesse an sanfter Medizin, Misstrauen in die Pharmabranche und der beseelte Wunsch, seine Katze dennoch vor Leid und Krankheit zu bewahren, können dem Tierhalter schweres Kopfzerbrechen bereiten. Machen wir es so richtig?

 

Diese Frage mit der Tierärztin zu erörtern, um gemeinsam die nach den neuesten Erkenntnissen bestmöglichen Prophylaxemaßnahmen zu treffen, darin besteht nach heutigem Verständnis eine Impfung. Das persönliche Impfgespräch ist der Hauptbestandteil einer modernen Impfung.


Aber nicht nur Impfungen, auch der Schutz vor parasitären Erkrankungen ist Bestandteil einer umfassenden Vorsorge und Voraussetzung für die Impffähigkeit einer Katze. Eine verwurmte Katze kann nicht als gesund angesehen werden und schließlich dürfen nur gesunde Tiere geimpft werden. Auch hier muss eine individuelle Lösung gefunden werden. Handelt es sich um einen Haushalt mit nur einer Katze oder leben zwei oder gar viele Katzen gemeinsam in einer Wohnung. Ändert sich der Bestand manchmal? Kommen Gastkatzen, werden die Katzen hin und wieder in eine Pension oder in einen anderen Katzenhaushalt verbracht, zum Beispiel im Urlaub - oder handelt es sich gar um eine Katzenzucht? Leben Kleinkinder oder immungeschwächte Menschen mit im Haushalt? Nicht zuletzt sollen Vorsorgemaßnahmen bei Wohnungskatzen auch Menschen vor Zoonosen schützen.

 

Die gefährliche Katzenseuche
Wer sie kennt, vergisst sie nie. Die Katzenseuche oder Panleukopenie der Katze ist eine fürchterliche Erkrankung, bei der es zumeist keine Rettung mehr gibt. Sie wird verursacht durch ein Parvovirus, welches sowohl bei Hunden als auch bei Katzen schwerste Durchfälle, Erbrechen und Austrocknung hervorruft. Trotz intensivmedizinischer Betreuung können sie unter der Infusion austrocknen, sie sind appetit- und fast leblos.

 

Es ist ein großer Verdienst der Impfungen, dass diese Erkrankung immer seltener auftritt. Und es ist der Verdienst all jener, die ihre Katzen impfen lassen. Wir wissen, dass siebzig bis achtzig Prozent einer Population geimpft sein müssen, damit es nicht zu Seuchenausbrüchen kommt. Wer sich brüstet, seine Tiere seien auch ohne Impfung stets gesund gewesen, dem muss klar sein, dass er sich auf den Impfungen der anderen „ausruht". Es ist nicht sein Verdienst.


Es gibt Viren mit einer Fetthülle und solche ohne. Die Fetthülle ist gegenüber äußeren Einflüssen und Desinfektionsmitteln besonders empfindlich. Da das Parvovirus unbehüllt ist, ist es sehr stabil und bleibt lange infektiös. Zu allem Unglück gibt es mittlerweile auch einen Stamm, (CPV -2a und CPV 2b) der vom Hund auf die Katze übertragbar ist. Das bedeutet, dass das Parvovirus durchaus in die Wohnung gelangen kann, wenn man unterwegs in einen Hundehaufen oder die kaum erkennbaren Reste davon getreten ist. Die Impfung schützt sehr gut und ist also durchaus auch bei Wohnungskatzen sinnvoll.


Der Bundesverband der Praktischen Tierärzte in Deutschland empfiehlt eine Grundimmunisierung im Alter von acht, zwölf und sechzehn Wochen. Der letzte und vierte Teil ist dann die Wiederholungsimpfung mit etwa fünfzehn Monaten. Als Grundimmunisierung von Welpen gelten also alle Impfungen innerhalb der ersten zwei Lebensjahre. Dies ist besonders wichtig, da ein Katzenhalter oder ein Züchter bei der Abgabe der Tiere dringend darauf hinweisen muss, wie wichtig es am Lebensanfang ist, dieses Schema einzuhalten. Danach bildet sich ein stabiler Schutz, der nur alle drei Jahre erneuert werden muss.

 

Wie oft impfen?
Die zweite so genannte Kernimpfung von Wohnungskatzen ist die Impfung gegen den Katzenschnupfenkomplex. Auch hier empfiehlt der Bundesverband Praktischer Tierärzte in seinen Impfempfehlungen für die Kleintierpraxis die viermalige Grundimmunisierung im Alter von acht, zwölf, sechzehn Wochen und fünfzehn Monaten. Nur wenn die Kätzchen bei der Erstimpfung bereits das Alter von zwölf Wochen erreicht haben, genügt die dreimalige Grundimmunisierung mit drei, vier und fünfzehn Monaten.


Der Katzenschnupfen-Komplex
Wie im Namen angedeutet, handelt es sich bei dem Katzenschnupfen um eine Komplexerkrankung, hervorgerufen durch die unterschiedlichsten Viren und Bakterien. Gegen einen Teil existieren Impfungen, aber nicht gegen alle beteiligten Erreger. Hauptverantwortlich für die Symptome des Katzenschnupfens ist das Feline Calicivirus, daneben spielt auch das Herpesvirus eine Rolle. Während das Herpesvirus in erster Linie Augenerkrankungen verursacht, kann das Calicivirus neben Atemproblemen und Lungenentzündungen auch schwere Schleimhautveränderungen in der Maulhöle und Zahnfleischentzündungen hervorrufen. Die Symptome können mild und vorrübergehend oder auch schwer und sogar tödlich sein.


Leider gibt es in jüngster Zeit neue, sehr aggressive Stämme der Caliciviren, die besonders schwere Krankheitssymptome hervorrufen und gegen die ältere Impfstoffe unwirksam sind. Zudem sind Caliciviren sehr stabil (da unbehüllt) in der Umwelt und können selbst bei sorgfältigster Desinfektion in Praxen und Kliniken nicht völlig beseitigt werden. Eine Impfung von Wohnungskatzen gegen Caliciviren schützt somit in erster Linie für den Fall, dass die Katze ausser Haus kommt (Praxis, Klinik, Ausstellung, Pension etc.). Gemäß Dr. Straubinger, Immunologe der Tiermedizinischen Fakultät Leipzig, führt nach Meinung namhafter Experten eine Impfung gegen das Feline Herpesvirus trotz bereits erfolgter Infektion zu einer deutlichen Reduktion der klinischen Symptome. Dies ist bedeutsam, da bereits viele junge Kätzchen zum Zeitpunkt der Erstimpfung mit diesem Virus infiziert sind. Das Virus ist zwar nicht besonders haltbar in der Umwelt, im Körper verbleibt es aber lebenslang (ähnlich dem Erreger der Lippenbläschen des Menschen).


Eine Impfung gegen Calici- und Herpesviren ist daher bei Wohnungskatzen zu empfehlen, wobei darauf geachtet werden sollte, dass ein neuerer Impfstoff mit einer erweiterten Wirksamkeit gegen die verschiedenen Calicivirenstämme zur Anwendung kommen sollte. Bei sorgfältiger Grundimmunisierung sind Wiederholungsimpfungen alle zwei Jahre ausreichend.


Die bakteriellen Begleiter des Katzenschnupfens können, müssen aber nicht bei jeder Erkrankung beteiligt sein. Chlamydien verursachen in erster Linie Augenveränderungen, die allerdings antibiotisch behandelbar sind. Für Tiere, die viel Kontakt zu Artgenossen haben, steht eine Impfung zur Verfügung. Ebenso antibiotisch behandelbar sind Bordetellen, welche Husten, Niesen und Lungenveränderungen hervorrufen können. Meist verläuft die Erkrankung jedoch mild. Nur bei besonderer Gefährdung sollte die zur Verfügung stehende Impfung durchgeführt werden. Übrigens spielen dieselben Bordetellen beim Zwingerhusten des Hundes eine gewichtige Rolle. Leben Ihre Wohnungskatzen also mit einem Hund zusammen, der häufig Kontakt zu vielen Hunden hat (Ausstellung, Tunier etc.), sollte zumindest der Hund gegen Zwingerhusten geimpft sein oder Sie lassen in diesem Falle alle Vierbeiner gegen Bordetellen impfen.
Gegen Mykoplasmen und Bartonellen, weitere Mitverursacher des Katzenschnupfens, gibt es bislang keine Impfstoffe.


Das Feline Leukämievirus
Das Feline Leukämievirus (FeLV) wird vor allem durch direkten Kontakt zwischen Katzen übertragen. Während man bis vor kurzem noch annahm, das FeLV sei außerhalb seines Wirtes, der Katze nicht lebensfähig, hat sich gezeigt, dass das FeLV viele Tage in der Umgebung infektiös bleiben kann. Dennoch kann es nicht zu den Kernimpfungen einer Wohnungskatze gezählt werden, da es aufgrund seiner doppelten Fetthülle empfindlich gegen viele Desinfektionsmittel ist.

 

In Praxen, Kliniken, Pensionen und Tierheimen kann daher durch sorgfältige Desinfektion einer Verbreitung des Virus Einhalt geboten werden.
Eine mit FeLV infizierte Katze kann das Virus abwehren und für immer aus dem Körper eliminieren , in ein Ruhestadium gelangen, aus dem das FeLV jederzeit reaktiviert werden kann, während einer virämischen Phase schwer daran erkranken oder das Virus an bestimmte Organsysteme abdrängen und einschließen.
Vorherrschende Krankheitsbilder äußern sich in Blutarmut, Immunschwäche mit vielfältigen Infektionen oder als Tumorerkrankungen.

 

Für Freigänger und alle anderen Katzen, die Kontakt zu Artgenossen haben ist eine Impfung dringend zu empfehlen, da sie einen guten Schutz bietet. Allerdings sollte vor der Impfung getestet werden, ob die Katze nicht bereits infiziert ist.

 

Das bedeutet aber auch, dass Katzen, bevor sie neu in eine Wohngemeinschaft aufgenommen werden, auf das Virus untersucht werden sollten. Es stehen einfache Testsysteme zu Verfügung, mittels derer jeder Tierarzt in seiner Praxis einen Schnelltest auf FeLV, häufig in Kombination mit FIV („Katzenaids) durchführen kann. Wer ein neues Mitglied in seine neue Katzenfamilie aufnehmen möchte, sollte diesen Schritt nicht scheuen (es ist auch nur eine ganz kleine Menge Blut erforderlich). Allerdings gilt es zu bedenken, dass die Viren zeitweise auch außerhalb des Blutes, beispielsweise im Knochenmark, schlummern können. Sie entgehen dadurch ihrer Enttarnung über einen Bluttest. Also gilt auch hier: hundertprozentig sicher: das gibt es nicht! Bestätigungstests 6 Wochen später werden empfohlen.

 

Scheinbar entwickeln Katzen ab etwa sieben Jahren eine "Altersresistenz" gegen FeLV, so dass eine Impfung bei über sieben Jahre alten Katzen nur in Ausnahmefällen notwendig ist (Streß, Tierheim, Tierpension).


Die Bauchwassersucht, eine „nicht ansteckende Infektionskrankheit"
Immer wieder Verwirrung stiftet die als FIP (Feline infektiöse Peritonitis) bekannte, immer tödlich verlaufende ansteckende Bauchfellentzündung der Katze. Das Wichtigste zuerst: Mindestens die Hälfte aller Katzen ist mit Coronaviren infiziert. Coronaviren verursachen in der Regel nur harmlose Durchfälle. In einem Bruchteil aller Coronavirus-infizierten Katzen verändert - mutiert - das Coronavirus. Es verändert sich im Körper der Katze zu dem bösartigen Erreger der FIP. Das erklärt auch, warum in privaten, kleineren Katzenhaushalten die FIP meistens ein Einzelfall ist. Selten sind „zufällig" zwei Tiere betroffen. In Zuchten und Tierheimen dagegen kann sich ein hoher Infektionsdruck aufbauen, die FIP tritt gehäuft auf. Gegen Coronaviren gibt es einen Impfstoff. Dieser Impfstoff wird in die Nase verabreicht und soll den Eintritt von Coronaviren in den Körper über die Nasenschleimhaut verhindern.

 

Der Einsatz des Impfstoffes ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn die Katze zuvor negativ auf Coronaviren getestet wurde. Da die Impfung erstmalig mit vier Monaten verabreicht kann, sind die meisten Kätzchen schon mit Coronaviren infiziert. Für einen Haushalt mit wenigen Wohnungskatzen kann die Coronavirusimpfung daher nicht als Kernimpfung angesehen werden. Zuchten dagegen können durch sorgfältige Testung und Impfung einen Coronavirus freien Bestand aufbauen. Die Grundimmunisierung erfolgt im Alter von sechzehn und zwanzig Wochen und die Impfung sollte nach Angaben des Herstellers jährlich aufgefrischt werden, wobei der Dauer des Schutzes bis dato noch nicht genau bekannt ist. In Katzenhaushalten ist die häufige Reinigung der Katzentoilette eine weitere und sinnvolle Maßnahme, den Infektionsdruck durch Coronaviren zu senken.

 

Nicht zu verwechseln ist die FIP mit der FIV, dem Felinen Immunschwäche Virus, gegen das es bislang nur in den USA einen Impfstoff gibt. Das FIV ist sehr empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen und kann nicht mit Schuhen oder Kleidung, sondern nur durch Blut oder Speichel übertragen werden. Eine Infektionsgefahr besteht für Wohnungskatzen ohne Kontakt zu Artgenossen also nicht.

 

Einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht
Vor allem bei den Caliciviren zeigt sich eindrücklich, dass es einen hundertprozentigen Schutz nicht geben kann. Im ungünstigsten Fall kann selbst eine geimpfte Wohnungskatze bei einem Ausflug in eine Pension oder auf eine Ausstellung, aber auch bei einem Klinikaufenthalt mit neuen, aggressiven Stämmen des Calicivirus, gegen die sie kaum oder gar keine Immunität besitzt, infiziert werden. Auch eine Ansteckung mit dem Felinen Leukämievirus ist unter extremen Stresssituationen, wie beispielsweise einem Tierheim mit schlechten Haltungsbedingungen trotz Impfung denkbar. Daher gehört die stressfreie Haltung von Wohnungskatzen in nicht zu großen und harmonischen Gruppen zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen überhaupt.

Vorsorge & Impfung bei Haustieren in München